Bermuda

Juhuuu - Wir sind an einem Steg, der Mechaniker kann kommen! Zuerst müssen wir allerdings noch nach Hamilton, zur Hauptstadt der Insel fahren, um unseren zweiten Covid Test über uns ergehen zu lassen. Die Taxifahrt dauert eine gute halbe Stunde und kostet hin und zurück 80 US$. Im Testzentrum gibt man uns zu verstehen, dass der Computer unsere Tests, anders als am Telefon abgemacht, erst morgen vorgesehen hat. Den heute zu machen ist nicht möglich. Unverrichteter Dinge fahren wir zurück und waaarten - waaarten - waaarten auf den Mechaniker. Schliesslich unterrichtet uns der Vermittler von Bermuda Yacht Service (BYS), dass der erst morgen früh kommt. Langsam werden wir nervös. Am Freitag sollten wir zur zweiten Etappe starten können und bezüglich Pannen ist hier noch nichts passiert.

Heute Mittwoch holt uns der Wecker um 07.30 aus den Federn. Wir wollen ja bereit sein, wenn der Mech kommt!

Immer noch kein Mechaniker, dafür

besuchen uns Katrin und Matilda.

Nach Kaffee, Brot und Sirup zeigt

Katrin Karin, wo die nächste Bussta-

tion und der Ticketautomat sind. Per

Zufall erfahren wir, dass 50 m vor

unserem Schiff ein Testcentre heute

arbeitet. Also können wir wenigstens

das erledigen. Die roten Armbänder

werden durch orange ersetzt. Nun

heisst es wieder waaaarten - waaar

ten - waaarten. Um 11.00 Uhr liegen

unsere Nerven blank. Am Freitag mit

den anderen zu starten scheint uns

immer unwahrscheinlicher! Um 12.35,

der Morgen ist vorbei, rufe ich den

Mechaniker direkt an. Er weiss von

nichts. Der BYS - Typ hat ihn nicht kontaktiert (sagt er). Aber er verspricht, um 14.00 Uhr zu kommen. Wir sollen den Zugang zum Motor frei machen. Kein Problem, denn schon seit gestern Mittag liegen ja bei uns Matratzen, Bettzeug, Wasserflaschen, ... in der Stube. Wir sind gespannt!!!

Der Mechaniker kommt um 14.00 Uhr, checkt den Motor: Ölstand, Batteriespannung, Dieselstand, und vieles mehr. Schliesslich baut er den Starter-Motor aus und stellt fest, dass der durchgebrannt ist. Wir brauchen einen neuen, den er aus USA sofort ordert. Das kann aber schon bis Dienstag, nächste Woche dauern! Und wir wollten mit ARC schon diesen Freitag zur Überfahrt starten. Dann nehmen wir die Strecke halt etwas später alleine unter den Kiel. Am Abend läuft der Generator nicht mehr an. Sofort rufen wir wieder den Mechaniker an, diesmal direkt, ohne über BYS zu gehen. Er verspricht, sich so schnell wie möglich des Problems anzunehmen. Da er diese Tage ziemlich beschäftigt sei, werde es vielleicht Freitagabend oder Samstagmorgen, bis er das neue Problem angehen könne.

Am Donnerstag geschieht eh nichts mehr, also können wir mit Nicolas, Katrin, Julian und Matilda per Bus nach Hamilton und von dort mit der Fähre zum Commissioner's Point fahren, wo wir das Royal Naval Dockyard Museum besuchen. Hier bewundern wir hunderte von Kanonen verschiedener Epochen, Modelle und Bilder von Kriegsschiffen, Dokumente und weitere Bilder aus diversen Kriegen um die Insel, Geschichtsdokumente aus dem Ersten- und dem Zweiten Weltkrieg. Wir besuchen auch eine Höhle, die als Lager für Munition diente und heute eine Ausstellung über Kriegsgefangenen-Lager beherbergt. ... Viel friedlicher ist eine kleine Demonstration im Delphinbecken, wo man für einige hundert US$ mit den Tieren schwimmen kann. Wir dürfen einer Mutter mit ihrem Kind dabei zusehen. Unsere kritischen Fragen werden von der "Erzieherin" der Delphine fachmännisch beantwortet. Da es sich um Riff- oder Küsten-Delphine handle, sei ein Becken dieser Ausmasse kein Problem für sie. Sie seien es gewohnt, in seichten Wasser, zwischen den Felsen zu schwimmen. Tatsächlich scheinen die Tiere ihre "Lehrer" zu lieben, nicht zuletzt, weil sie von ihnen mit Fischen gefüttert werden.

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