Canet bis Las Palmas de Gran Canaria

Endlich, endlich, der Heckträger ist mon-

tiert, die Sonnenkollektoren und der Wind-

generator sind angeschlossen und beginnen

ihre Arbeit aufzunehmen. Es ist Mittwoch-

nachmittag und wir gehen ins Büro von

Pascal und Maria, um unsere Schulden zu

begleichen. Pascal entlässt uns, nachdem er

uns, als erfahrener Atlantik- und Karibik-

Kenner, eine Menge guter Ratschläge mit

auf den Weg gegeben hat. Gegen Abend

brechen wir schlussendlich auf. Wind und

Strömungen sollen für unseren Weg in die

Kanaren in den nächsten Tagen ideal sein.

(Laut Prognosen von Windy)
Ideale Windverhältnisse? von wegen! Wir

motoren Richtung Ibiza, mit Ausnahme von

Donnerstagabend bis Freitagmittag, wo

Wind bis 21 Knoten (kn) uns unserem Ziel

entgegen bläst. Dabei machen wir gut 8 kn Fahrt. Wir ahnen nicht, dass dies eine von zwei Ausnahmen dieser Fahrt sein wird.
Am Dienstag, 13.10.2020 schlängeln wir uns zwischen den Tankern, die auf Reede vor dem Hafen von Gibraltar liegen, hindurch Richtung Atlantik. Noch beschleunigt die Strömung unsere Fahrt, aber die Zeit drängt! Eine Stunde später, immer noch in der Enge zwischen Spanien und Marokko kehrt die Strömung. So müssen wir zufrieden sein, wenn wir mit etwas über zwei Knoten, bei Reisegeschwindigkeit des Motors, vorwärts kommen. Gegen Abend öffnet sich die Meerenge und die Gegenströmung nimmt zusehends ab.

Endlich, wir sind auf dem Atlantik! Dies feiern wir beim Anstossen mit einem Bier.

Das Log zeigt 1165 NM an. Nun sind da noch 683 Meilen bis Gran Canaria. Diese Strecke wollen wir nonstop unter den Kiel nehmen. Dabei hoffen wir auf etwas Wind, damit wir Diesel sparen können. Wie weit die 400 l Tankinhalt reichen würden, wissen wir noch zu wenig genau.

Der Atlantik begrüsst uns mit einer steifen Brise von bis zu 25 kn und Wellengang von bis zu zwei Metern. So schalten wir den Motor aus und lassen uns vom Wind mit über 8 kn unserem Ziel entgegentreiben. Diese 24 Stunden sind die zweite Ausnahme, denn am nächsten Abend wird der Wind wieder durch unseren Motor ersetzt. Wind unter 8 kn lohnt sich nicht zum Segeln, weil wir doch in überschaubarer Zeit ankommen wollen. Die Wellen gehen auf anderthalb Meter zurück. Hie und da können wir doch Segel setzen, sei es um die Fahrt unter Motor zu beschleunigen, sei es um ein bisschen zu segeln.

Die Nachtwache hat sich zwischen Karin und mir schon recht gut etabliert. Sie übernimmt die erste Wache, die von 21.30 bis 03.30 Uhr dauert (sie macht regelmässig Überstunden), einmal bis 05.00 Uhr. Dann legt sie sich schlafen, während ich in der Plicht Wache halte bis 11.00 Uhr oder etwas länger. So kommt jeder von uns zu gut sechs Stunden Schlaf. Das funktioniert für uns zwei tatsächlich sehr gut, nicht zuletzt weil Karin mir jeweils bei Wachablösung einen Starbucks-Becher Kaffee serviert, bevor sie sich hinlegt.

Nach durchsegelter Nacht zeigen die acht Batterien noch 12.2 V (70%) Spannung. Der Windgenerator hat weiteres Absinken verhindert. Am Tag werden die Sonnenkollektoren die Batterien wieder auf 13.6 V aufladen.

Am Sonntag, 18.10.2020, 05.30 Uhr erscheinen vor uns am Horizont die ersten Lichter von Las Palmas am Horizont.

Das Log zeigt 1774 NM an, noch 43 Meilen bis zum Hafen.

13.00 Uhr Einfahrt in den Hafen und festmachen an der Tankstelle von Las Palmas.

Motorstunden 256.9. Tanken 271 l Diesel, hätten also noch 129 l plus 40 l in Kanistern als Reserve dabei gehabt. Unterdessen eilt Karin mit unseren Schiffspapieren, kurz vor der Schliessung, zum Hafenbüro um uns anzumelden. Kurz darauf folgen wir zwei Hafenmitarbeitern auf einem Boot, zu unserem Platz. Die Einfahrt in die Lücke ist eine Herausforderung, da wir 19 kn Seitenwind von Stb. haben, aber wir schaffen das. Machen an zwei Tauen und zwei Murings fest. Nun liegen wir sicher am Steg S17, der von ARC reserviert ist.

Nun müssen wir uns um die Vorbereitungen und die Vorgaben von ARC kümmern.  Da gibt es noch einiges (seeeehr vieles) zu tun, haben aber noch etwas Zeit.

Karte erster Schritt.png
Besuch auf unserem Boot
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Wo der wohl her kommt?
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Verschnaufpause vor dem erneuten Start
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Ringsum kein Land mehr in Sicht
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Sonnenuntergang
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Die Nacht bricht herein
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Einfahrt nach Ibiza zum Tanken
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Etwas später fahren wir wieder aus
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Gibraltar, wir kommen
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Bald nehmen wir Kurs auf Gibraltar
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Ibiza verschwindet langsam am Horizont
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Der Leuchtturm auf der äussersten der vorgelagerten Inseln
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Unmissverständlich, der Tag weicht der Nacht
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Wolken leuchten im Abendlicht
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Die untergehende Sonne beleuchtet die Wolken am Horizont
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Wunderschöne Bilder am Himmel
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Eine Familie Delphine begleitet uns während etwa einer Stunde
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so neugierige Tiere
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Verspielte Delphine folgen uns problemlos bei bis zu 8 kn.
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Im Puerto José Banús verbringen wir nach dem Tanken eine Nacht
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Die spanische Flagge ist ordnungsgemäss gehisst
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Karin bereitet sich auf die Durchfahrt durch die Meerenge bei Gibraltar vor
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En Guete
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Hmmm fein!
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Die Segel stehen richtig
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Herrliche Aussicht Richtung Afrika
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In der Nacht hat sich eine Schnur am stb Ruder verfangen
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Segelboote am Horizont
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und wieder Delphine
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Der Schiffstumbler
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Aduanas
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Die Zöllner verlassen unser Boot
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Keine Chance, bei solchen Schnellbooten die Flucht zu ergreifen
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Ein Tanker überholt uns locker
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Ein anderer kreuzt uns in der Nacht
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Die Sonne kündet sich an
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Auch Fischer sind unterwegs
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Fahrt Richtung Süden
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Puerto José Banús
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Erster Wellenbrecher vor dem Hafen
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Liegen nach dem Tanken am Steg
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Sooo hoch müssen wir aus dem Boot klettern.
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Strandbar ...
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mit Apérol Spritz ...
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Wunderbarem Sonnenuntergang ...
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und feiner Paella
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Ausfahrt aus Puerto José Banús
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Fischer
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Fischer
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Vor dem Hafen bei Gibraltar stehen die Tanker und Containerschiffe vor Anker
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Da schlängeln wir uns bei noch günstiger Strömung durch
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Hier endet das Mittelmeer und beginnt der Atlantik
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Fischer voraus
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Letzter Blick nach dem spanischen Festland
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Die letzten Sonnenstrahlen
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Die Lichter von Tanger
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Hinter uns erscheint bedrohlich eine flache Wolkenwand
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Gegenüber der Wolkenwand dringen Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke
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Sonnenstrahlen duch die Wolkendecke
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In der Nacht verirrt sich ein Fliegefisch in unsere Plicht
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Ankunft in Las Palmas de Gran Canaria
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Diese Türme stehen auf Schiffen
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Die Einfahrt in den Hafen bei bis zwanzig Knoten Seitenwind und regem Verkehr erfordern Konzentratio
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Endlich wieder eine Nacht im Hafen.
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Bricht vo mier, em erschte Offizier, Matros, Chuchitiger…je nach dem

 

Himmel nomal…mier händs gschafft! Gäg de Abig vom 7.10.20 chömmer ändlich definitiv wäg vo Canet…mier sind doch tatsächlich zwoiehalb Mönet i dem Arbeiterhafe ghocket! Juuuuhui, es gahd los! Mier hännd rächt Wind und Wälle, es macht soo Spass. Zum schlafe hämmer id Backskabine gwächslet, isch eifach praktischer für d’Überfahrt. Es isch nöcher bim Niedergang, muesch ned durs ganze Schiff duregwaggle Richtig Bett, und es schüttlet ä bitz weniger. Ich als Buuchschlööfer bi ned sicher, wie mis Gsicht nach zwoi Jahr uusgsehd…ich schwappe die ganzi Schlafensziit uf mine Pfusibagge ufe und abe oder füre und hindere! Es gid zwoi Möglichkeite: Entweder hani de totaal es straffs Gsicht…oder usglotscheti Bagge bis unders Chini…mal luege.Es gahd üs wunderbar, will mier ändlich unterwägs sind…Zwoi Jahr quasi Ferie! Zum üsi Läbere ned totaal überzstrapaziere, trinked mier Mäntig bis Donschtig kei Alkohol. Sehr vernünftig, oder? De Matthias chunnd ä obenabe, är isch zwar oft irgend öppis am uusrächne…aber au spürbar entspannt. S’ duresägle hämmer üsem Natürell entsprächend glöst: Ich mache d’ Nacht, und de Matthias vom Morge früeh bis am Mittag…tiptop! Im Schickimickihafe Puerto José Banus möched mier en Zwüschestop mit tanke und übernachte. Mier möched üüs amene Stäg fescht, wo soooo wiit obe isch. Min Klättermax schafft das ohni Probleem. De Matthias ziehd denn d’Maka chli nöcher, dass ich ä an Poller ufe mag lange, eis Chnüü bringi knapp uf de Wandschutz. De Matthias wott mier hälfe ufechraxle und lahd drum d’Leine los. Gahd aber need…wie denn au? Also hang ich wie en behinderete Aff i dere Wand und dänke: «und jetzt»? Ich stofle mitem gschtreckte Bei und schaffs mit beidne Chnüü uf de Gummistreife. Und dänke scho wieder:»und jetzt»? Irgendwie hanis de gschafft, mich so Affe- Robbe- mässig ufe und über de Poller z’hangle, bi am Bode gläge und ….ha nur no glachet!!!Also so gani  niemeh zum Schiff uus! Zur Belohnig hämmer üüs grad en Aperol Spriz gönnt….fein! Am nögschte Morge denn wieder los. Vor Gibraltar heds ja Schiff gha! Krass! Mier hännd richtig müesse zwüschet dene vile Tanker durezirkle…hämmer aber- logisch- gschafft! Gäge d’ Atlantikströmig simmer gaaanz langsam usetuckerlet. Yeah….tschau Mittelmeer, hoi Atlantik! Delfin als Begleitig isch scho fascht Gwohnheit und mier gnüüsseds jedesmal. Mier motored oft, wills eifach z’wenig oder kei Wind hed….was sells…und de Matthias rächnet scho wieder öppis uus!? Tag sägle, Nacht sägle, echli sii, schwätze, läse, ässe, trinke...gnüsse…üüs gahd esoo guet! Am Sunntig chömed mier da in Las Palmas aa. Krass, üsi Nachbere känned de Lennard und de Roland vom Chindsgi! Da mömmer doch grad zäme es Bier näh…und eifach mal aachoo. Hoi Las Palmas, schön, simmer da. Bricht vo mier, em erschte Offizier, Matros, Chuchitiger…je nach dem