Gibraltar

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Am Dienstag, 10.05.2022, um 08.40 Uhr sind die Leinen los und wir machen uns auf die Route nach Gibraltar. Den Wind, wie üblich auf die Nase, können wir über lange Strecken ignorieren, weil er so schwach weht, dass der Windpfeil am Masttop eher die schwache Dünung als den Wind anzeigt. Ansonsten verläuft die Reise eher ruhig. Kurz vor Gibraltar allerdings nimmt der Wind dann doch noch zu und heult mit Geschwindigkeiten von bis zu 30 kn in der Takelage.

Angekommen tanken wir die Kanister und beide Tanks voll und begeben uns in die Marina Alceidesa, wo wir über Navily für zwei Nächte reserviert haben. Natürlich lassen wir uns eine Führung durch Gibral-

tar nicht entgehen. (Touristen halt).. Unser Führer, gleichzeitig Taxifahrer, bringt uns an die berühmten Orte und weiss allerhand zu erzählen, z.B. dass die Affen während des ersten Weltkrieges, zur Hebung der Moral der englischen Truppen, aus Afrika eingeführt wurden. Seither vermehren sie sich und müssen künstlich auf dem heutigen Niveau gehalten werden. Jeder Affe ist registriert und trägt einen Namen, der, mit Zugehörigkeit zur Familie, in den Oberschenkel des Jungtiers tätowiert wird. Jede Geburt in den sechs Affenfamilien wird notiert, das Baby wird eingefangen und medizinisch untersucht, bevor es an die Familie A, B, C, D, E oder F zurückgegeben wird. In der Touristenmeile ist die Familie C beheimatet.

Seinen Bekanntheitsgrad verdankt Gibraltar seiner strategisch wichtigen Position und dem Umstand, dass dieser Boden zu Grossbritannien gehört. Der Fels gleicht, wie bei uns der Gotthard, einem Emmentalerkäse. Da hat es natürliche Höhlen aber vor allem viele Kilometer Felsen-Gänge, die vom englischen Heer zur Verteidigung gebaut wurden. Heute sind sie nur noch Touristenattraktion.