Menorca

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Die Überfahrt gestaltet sich problemlos. Anders sieht es mit der Suche nach einer geeigneten Bucht aus. Die erste ist besetzt, die zweite für unsere Ansprüche zu eng und die dritte hätte Platz aber zu tief, so dass wir sehr viel Kette ausfahren müssten, wenn wir die Nacht ohne Nachtwache organisieren wollen. In der Cala Santandria werden wir schliesslich fündig und setzen unse-ren Anker zwischen vielen anderen Booten etwas Abseits der betonnten Einfahrtschneise auf sandigen Grund.

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Hier bleiben wir bis Donnerstag, geniessen die Sonne, das kühlende Bad und die Bucht. Am Mitt- woch mieten wir ein Auto, mit dem wir die

Insel erkunden. Die Rundfahrt hält, ausser

den Ruinen der prähistorischen Stadt Torre

d'en Galmés oder der Hauptstadt der Insel,

Maó (oder Mahó, je nach Schreibweise) welche

mit einer malerischen Altstadt aufwartet, nicht

was die Prospekte versprechen. Der Grossteil

der Insel ist flach wie eine Flunder, die nur im

Osten einige Hügel aufzuweisen hat. Die Küste

ist über weite Strecken felsig und man kann

erkennen, wie das Meer geduldig daran kratzt,

bis wieder ein Fels der Insel im Meer versinkt.

In Binibèquer, einem Fischerdorf erfrischen

wir uns auf dem Hauptplatz mit gekühlten

Getränken, die wir zuvor im nahen Supermar-

ket eingekauft haben. Das Castel de Sant Felip

ist ein verfallender Turm am Ende des Dorfes. Von hier wurde der Eingang in die Bucht überwacht. Die Cala de Punta Negra ist eine von Stränden umgebene riesige Bucht ohne Hintergrund. Die Felsen fehlen einfach. Etwa hundert Boote dümpeln, regelmässig über die ganze Fläche verteilt, vor Anker. Etwas enttäuscht treten wir den Heimweg an und entern gegen Abend unsere MAKA mit dem Grosseinkauf, den wir im nahen Lidl getätigt haben. So sind wir eingedeckt für die Fahrt zum Festland, nach Port Roses