Nizza bis Saint Mandrier

Viel zu schnell ist die Woche mit Nina vorüber, aber wir freuen uns bereits auf unseren nächsten Besuch, Thomas, der in Sainte Maxime zu uns stossen wird. Am nächsten Morgen machen wir in Nizza die Leinen los und segeln oder motoren Saint Raphaël entgegen, wo wir wegen des stürmischen Wetters vier Nächte bleiben, obwohl uns die Stadt nicht wirklich zusagt. Die Kathedrale steht zwischen halbmodernen vier- und fünfstöckigen Häusern eingeklemmt da. Die Altstadt ist zwar eng und alt aber so klein, dass man sie schon bald gesehen hat. Das Riesenrad auf der Strandpromenade, das während der ganzen Nacht leuchtet, ersetzt unsere hohen

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Erwartungen auch nicht.

Im Hafen stehen Leihvelos, mit denen man die Umgebung erkunden kann. Die Fahrt der östlichen Küstenstrasse entlang ist mässig interessant. Da hat Fréjus im Westen schon mehr zu bieten. Der Touristenort ist, wegen dem Ende der Saison, kaum touristisch. Viele Einkaufsläden sind geschlossen, aber dafür treten sich Touristen wie wir nicht auf den Füssen herum. Wir weinen dem Ort keine Tränen nach, als wir, mit Ziel Sainte Maxime, aufbrechen. Hier haben wir ebenfalls für vier Nächte reserviert. Zwei davon werden wir mit Thomas verbringen.

Am Abend seiner Ankunft lädt uns Thomas zu einem feinen Apéro und anschliessend zum Nachtessen im "Monsieur Bianca" ein. Den Rest des Abends verbringen wir in der Plicht und im Salon bei interessanten Diskussionen und spannenden Spielen. (Als wir uns hinlegen ist es draussen noch dunkel, ehrlich.) Tags darauf ist ein kleiner Törn zu einer nahe gelegenen Ankerbucht, mit Schwimmen und Schnorcheln, vorgesehen. Es ist kalt und das Meer draussen zeigt mit Schaumkronen auf den Wellen, dass wir da nicht speziell willkommen sind. Thomas hat da eine gute Idee. In seinem Auto fährt er uns zum Naturreservat bei der Pointe des Sardinaux, das wir besuchen. Dann lädt Karin in eines der Restaurants am Strand zum (nach)Mittagessen ein. Wieder zu Hause auf unserer MAKA überrascht sie uns etwas später mit einer vorzüglichen Tortilla. Auch dieser Abend zieht sich in die Länge. Als wir aufstehen ist der Morgen schon bald vorbei. Am frühen Nachmittag fährt Thomas in sein Ferienhaus in Saint Maximin und wir bereiten uns und die MAKA auf die Fahrt bis Saint Mandrier vor. Wir haben mit Thomas zwei spannende Tage (und Abende) verbringen dürfen, die viel zu schnell vorbei waren. Thomas - Danke für deinen Besuch.

Weil die Capitainerie in Saint Mandrier nur bis 13.30 Uhr bedient wird und Sonntag Montag wegen eines Feiertages geschlossen ist, brechen wir schon um 03.15 in der Nacht auf. Es regnet auf der ganzen Strecke und wegen der Dünung rollt unsere MAKA trotz der Segel hin und her. Der Wind frischt auf knapp 30 kn auf, so dass diese Etappe statt der vorgesehenen zehn Stunden knapp acht Stunden dauert. Bei der Ankunft wird uns Platz C 49 zugewiesen, aber der Hafenkapitän ist zu beschäftigt, um uns beim Anlegemanöver zu assistieren, also legen wir zu zwit an. Trotz Seitenwind gelingt das Manöver beim ersten Versuch und die MAKA hängt ruhig zwischen zwei Leinen und zwei Murings. Hier bleiben wir, abhängig von Wetter und Wind mindestens bis Dienstag.

Saint Raphaël

Sainte Maxime

Saint Mandrier und Toulon