Faial und San Miguel, Açores bis Almerimar, Espãna

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Die Überfahrt von Ponta Delgada, Isla Faial bis Faro, Portugal verlief wettermässig schon interessant, spannender als dies die Wetterpropheten prognostiziert hatten: Zuerst zwei Tage bis drei Meter hohe Wellen, Regen, bei bis dreissig Knoten Wind, dann zwei Tage Flaute bei tausendfünfhundert Touren (Motoren), dann endlich zwanzig Knoten Wind und Wellen bis etwa anderthalb Meter. Nach 6 Tagen endlich Land in Sicht! Das Festland, Portugal, Europa... Als wir uns in der Marina von Faro anmelden wollen, erfahren wir, dass wir in Quarantäne müssten, wenn wir einlaufen wollten. Wollen wir nicht, also entschliessen wir uns weiterzufahren bis Gibraltar, das ja zu Spanien gehört. Aber, offensichtlich haben da einige Orcas etwas dagegen. Während zwei Stunden spielen sie mit unserer MAKA und mit unseren Nerven, indem sie das Boot hin und her schubsen und reissen. Das Ruder wird nach links und nach rechts bis zum Anschlag gerissen. Wir können nichts anderes tun als die Segel zu bergen, zu beobachten, zu fotografieren, zu funken, um andere Boote in der

Umgebung zu warnen. Erst zwei

Stunden später finden uns die Wale

so langweilig, dass sie abziehen.

Kaum starten wir den Motor, ist die

Mutter mit ihrem Kind wieder da.

Diesmal spielen die zwei aber nur

etwa fünf Minuten mit unseren

Ruderblättern. Ganz leise setzen wir

nun Segel um unseren Weg fortzu-

setzen. Und wieder beehren uns

fünf Wale. Während einer gefühl-

ten Ewigkeit spielen diese Riesen

wieder mit dem, was von unseren

Rudern noch übrig ist. Endlich zieht die Walfamilie definitiv ab und wir nehmen die Strecke nach Gibraltar unter den Kiel. Hier lässt man uns tanken. Wir ankern eine Nacht und brechen Tags darauf Richtung Almerimar auf, wo wir , wie abgemacht,unsere österreichischen Freunde, Evelyn und Roland von der Aries wieder treffen wollen.

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