Schweiz zum zweiten

Leonie, meine Tochter erwartet Anfang Juni ihr zweites Kind, eine Enkeltochter. Meine Mutter feiert Anfang Juni ihren neunzigsten Geburtstag. Karin ist Anfang Juni in ihrem zukünftigen Kindergarten zum Besuchstag der neuen Schüler eingeladen. Iman, der ein Speedboot an dem Steg hat, an dem auch unsere MAKA dümpelt, bietet sich an, sie in unserer Abwesenheit, Anfang Juni, zu hüten. Vier Gründe also, die für einen Heimflug in die Schweiz sprechen. Wir verbringen wieder einmal drei tolle Wochen bei Andrea und Marco in Allenwinden. Beinahe alles läuft wie geplant ab, mit Ausnahme vielleicht, dass ich, nach drei Jahren im Ruhestand im nächsten Schuljahr in Einsiedeln eine Einführungsklasse (schon mal für ein Jahr) führen werde. Alles geht ein bisschen schnell: Ich höre von der Not, eine Einführungslehrperson zu finden und stelle mich zur Verfügung. Am nächsten Tag ist alles per Handschlag geregelt, den Besuchshalbtag mit den Kindern bestreite ich am übernächsten Tag, den Vertrag bringt Karin von der Schule, an unserem zweitletzten Tag in der Schweiz, zur Unterschrift nach Hause. Dabei ist auch der Schulhausschlüssel.

Da Karin, kaum in der Schweiz, schon in Einsiedeln einspringen kann, verbringe ich meine Zeit mit ausgedehnten Wanderungen, Sudoku, kreuzworträtseln, kochen, waschen, haushalten halt.

Ich werde den Besuch bei Leonie, Lukas, Lio und Mila nie vergessen. Der grosse Bruder nimmt mich voll in Beschlag. Logisch, denn seine kleine Schwester ist, ohne ihr Zutun, oft genug im Mittelpunkt. Danke, dass ich etwas Zeit mit euch verbringen durfte.

Der Besuch der Badi Rotkreuz mit Sabrina, Tom und Maja wird, besonders für die Kinder, zu einem Abenteuer. Beide können kaum aufhören von Dreimeterturm herunter zu springen. Für Tom ist dies Routine, Maja muss sich zuerst überwinden, wird dann aber von mal zu mal frecher.

Der Neunzigste meiner Mutter wird auch noch lange in Erinnerung bleiben, besonders die emotionalen Momente, als der Kirchenchor im Garten meine Mutter völlig überrascht. Karin hat dies organisiert und zur Verwunderung meiner Mutter einen riesigen Topf Gulasch gekocht. Sie fragt immer wieder "Warum so viel?". Zum Glück gibt sie sich mit den Erklärungen, dass zu viel besser sei als zu wenig, oder dass man Resten in Portionen bequem einfrieren könne, zufrieden.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit Peter Rickenbacher im Rolls Royce Cabrio der Garage Küng zum Oldtimertreffen in Zug. Hans Küng selber fährt mit dem Mofa vor, Roman Küng entscheidet sich für einen Mercedes.

Im Garten bei Andrea und Umgebung

Sabrina, Tom, Maja, Leonie, Lukas, Lio, Mila

Breitenbach, neunzig Jahre Marguerite

Oldtimertreffen in Zug