Canet, Gruissan, Saintes Maries de la Mer, Imperia, Savona, Genova

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Vor dem Abschied von Canet en Roussillon nutzen wir unser Mietauto noch einmal, um Castelnou zu besuchen. Das malerische Dörfchen mit den Häusern aus dem 10. bis 12. Jahrhundert wurde ausserhalb der Burgmauern (daher der Name) errichtet. Im Laufe der Zeit zerfiel die Burg und die Steine wurden zum Bau der kleinen Häuser genutzt. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloss verkauft und renoviert. Leider ist es nur an Wochenenden zu besuchen. Trotzdem ist Castelnou heute ein touristischer Magnet. Als wir die Kirche besuchen, werden wir zu einer Lesung mit Livemusik eingeladen. Beeindruckend, wunderschön!

Am nächsten Tag, Freitag, brechen wir Richtung Gruissan auf. Die 25 Meilen schaffen wir in gut 4 Stunden. Da der Wind mit 10 kn auf die Nase bläst, motoren wir die ganze Strecke. Schon nach gut drei Stunden machen wir in Gruissan längsseits fest. Da wir morgen zu den 60 Meilen nach Saintes Maries de la Mer sehr früh aufbrechen wollen, gehen wir schon bald nach dem Nachtessen ins Bett. Am Samstag, um 04.07 Uhr sind die Leinen los und wir segeln bei 25 kn achterlichem Wind Richtung ENE. Das Ziel erreichen wir schon um 15.05 Uhr. Das Anlegemanöver längsseits vor der Tankstelle, bei mittlerweile 25 bis 30 kn Wind vom Steg weg, in sehr engen Verhätgnissen, wird zu einer Herausforderung. Aber mit Hilfe des jungen Tankshop-Leiters  gelingt dies beim zweiten Versuch, ohne Schaden zu verursachen. Um 15.27 Uhr sind wir an unserem Platz, der für unser Boot etwas knapp ist. Um zwischen den Pollern durch zu fahren, müssen die Fender weg und die Länge ist so, dass uns die Taue kaum nach vorne ziehen. Da aber der Wind von achtern in die Marina weht, ist dies im Moment nicht so wichtig. Wir beschliessen Saintes Maries de la Mer zu geniessen und erst am Montag aufzubrechen, wenn der Wind etwas nachlässt, denn zwischen den Pollern durchzufahren ist eine Sache; eine andere ist das Manöver in der Enge bis zur Aussenmole vor unserem Bug, wohin uns der Wind blasen möchte.

Beim Besuch der wunderschönen Altstadt erfahren wir zufällig, dass in der Arena eine Aufführung von Reitern und Stieren stattfindet. Das lassen wir uns nicht entgehen.

Am Montag, 08.20, der Wind hat auf 12 kn abgenommen, brechen wir auf. Vorläufiges Ziel Hyères. Der Hafenplatz ist reserviert. Draussen erwartet uns dann Wind von NW, bei 15 bis 30 kn. Wunderbare Verhältnisse also um vorwärts zu kommen. Wir beschliessen, den Wind zu nutzen und einfach bis in die Nähe von Genua durch zu fahren. Die Reservation stornieren wir per Telefon. Am Abend schläft der Wind ein, also motoren wir weiter. Als dann der Wind mit bis zu 25 kn auf die Nase dreht, dauert es nicht lange, bis auch die Wellen gegen unseren Bug hämmern. Immer wieder stürzt unser Bug auf die nächste Welle. Die Maka erzittert bei jedem Schlag. Der Rumpf und unsere Nerven werden aufs äusserste beansprucht!!!

Einige Flüche später, am Dienstag, um 16.04 laufen wir in der Marina Maurizio von Imperia ein und machen mit Unterstützung von zwei Hafenmitarbeitern bei Seitenwind mit 18 kn rückwärts an der Mole, Platz zwanzig fest. Am Abend besichtigen wir die Stadt, die sich an einem Hügel hochrankt und fallen dann erschöft in die Federn. Am Mittwoch findet Karin heraus, dass Daniela erst eine Woche später in Genua zu erwarten ist. Ein Kontrollblick in die Agende bestätigt dies und auch, dass der Hafenplatz in Genua erst auf dann reserviert ist. Wir haben uns tatsächlich um eine ganze Woche vertan! Dies kann vermutlich nur passieren , wenn man so lange Zeit keinen Verpflichtungen mehr nachkommen musste. Wir haben also massig Zeit!

Am Donnerstag legt ein wunderschönes 30 Fuss Segelboot neben uns an. Es fährt unter deutscher Flagge. Sofort freunden wir uns mit dem Ehepaar, Barbara und Hans-Jürgen, an, gehen zusammen Nachtessen und verbringen ein tolles Wochenende mit ihnen: In unserem Mietauto erkunden wir zu viert Ligurien. Dazu hat Karin zwei tolle Routen geplant. (Hier kannst du direkt zur Seite "Autofahrten" gelangen)

Nach einer Woche in Imperia fahren wir nun am Dienstag morgen los, Richtung Savona, wo wir zwei Nächte bleiben, um am Donnerstag am Nachmittag in Genua einzutreffen. Hier erwarten wir Daniela und Monika.

Castelnou

Saintes Maries de la Mer

San Maurizio, Hafen Imperia

Savona